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USV - externer Bypass
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17.05.20 16:11
maxxim 
USV - externer Bypass

Hallo,

ich frage mich, warum kann man die kleine einphasigen USV bis ca. 6000kVA einfach mit dem normalen Drehschalter als Bypassschalter ohne Unterbruch von Netz nehmen und die Last dann wieder auf die USV in Onlinebetrieb umschalten.
Bei den grösseren USV muss mann doch zuerst auf den internen- oder mantenance- Bypass einschalten um die Sinuskollision zu vermeiden.

kann es mir jemand erklären?
Danke

18.05.20 07:53
admin 

Administrator

Re: USV - externer Bypass

Hallo Maxim,

Grundsätzlich müssen alle USV Anlagen, vor dem Umschalten auf das Bypassnetz, auf den elektronischen Bypass geschaltet werden, um einen Stromrückfluss in den USV Ausgang zu vermeiden. Dies würde die USV augenblicklich zerstören. Der Stromrückfluß kann nur dann stattfinden, wenn das speisende Netz in der Spannung höher ist als die stabile USV Ausgangsspannung. Umgekehrt kann es sein, das die USV in das Eingangsstromnetz speist und die Überlast- Kurzschlusschutzeinrichtung spricht an.

Wenn nun kleine USV Anlagen direkt umgeschaltet werden, ist es meistens Zufall das nichts passiert. Oft ist die Spannung an der Steckdose niedriger als die USV Ausgangsspannung. Wenn man dann auch noch züglich umschaltet hat man meistens Glück und nichts passiert.

Wenn jedoch die Netzspannung höher als die USV Ausgangsspannung ist und der Anwender schaltet auch noch langsam um, dann wird auch die kleine USV zerstört.

Das haben wir schon ein paar Mal erlebt.

Einige Hersteller haben in ihren größeren USV Anlagen Kontakteingänge, die dafür sorgen, dass bei einer Bypassbetätigung die USV sofort auf den elektronischen Bypass umschaltet.

Wie gesagt, die Umschaltprozedur sollte aus Sicherheitsgründen immer gleich sein. Das heißt, vor der Betätigung des ext. Bypasschalters ist die USV immer in den elektronischen Bypass zu schalten.

18.05.20 08:35
maxxim 
Re: USV - externer Bypass

Vielen Dank für die Erklärung.
Dass die Umschaltung klappt, muss also die Netzspannung tiefer als USV-Ausgangsspannung sein. Wegen dem höheren Strom der dann nicht über die USV aber über die Netzseite fliesst?
Aber wie ist es mit dem Sinus? Wieso kollidiert der USV-generierten Sinus nicht mit dem Netz-Sinus wenn sie verschoben sind?

Sind nach deiner Meinung solche Schalter sicher?
EPS_EBS_6000WFF-S
https://www.eps-dc.com/de/produkt/ebs600...bypass-fur-usv/

19.05.20 15:51
admin 

Administrator

Re: USV - externer Bypass

Zur Sicherheit anderer Schalter kann ich nichts sagen. Warum sollen die nicht sicher sein?
Andere Hersteller arbeiten auch nach den gültigen Normen und bringen gute Produkte auf den Markt..

Die Sache ist einfach, wie gestalte ich die Umschaltprozedur.
Wie auch immer, ob Netzspannung höher oder tiefer als die USV Ausgangsspannung, man sollte immer den sicheren Weg wählen und die USV vorher in den elektronischen Bypass schalten.
Keine USV wird es auf Dauer vertragen, das die Netzspannung auf den aktiven Ausgang der USV geschaltet wird.
(Außer wie bereits geschrieben, wenn der Bypasschalter einen Hilfskontakt hat, der die USV umschaltet. Aber das ist genau das selbe als wenn man manuell umschaltet).

Mit freundlichen Grüßen

Th.Harms

19.05.20 21:11
maxxim 
Re: USV - externer Bypass

Hallo Thomas

Die kleinere USVs habe oft keine Möglichkeit auf den interner Bypass umzuschalten. Wie soll man die dann ununterbrochen aus dem Netz rausnehmen? Z.B. für den Service, Akkuersatz...
Würdest Du die Umgehung über den ext. Bypass in dem Fall nicht empfehlen?

Freundlichen Gruss
maxxim

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