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Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?
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06.01.13 14:53
marcoS 
Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Community,

im Rahmen meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit Energieeffizienz im Rechenzentrum. Zu diesem Zweck werte ich die Energieverbräuche der IT Infrastruktur (Server, Storage, Klima, USV etc.) aus.

Ich habe zwei USV´s wo die Verlustleistung etc. angegeben ist.

Jetzt zu meiner Frage:

Bei den beiden USV´s ist in der Tabelle unter der Spalte "Last" bei USV1 30% und bei USV2 42% angegeben. Was sagt dieser Wert aus?


Heisst das, dass die von Rechenzentrum benötigte Last, die entsprechenden USV´s nur zu 30% bzw. 42% auslastet?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüße Marco

06.01.13 18:41
admin 

Administrator

Re: Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Marco,

von welcher Tabelle sprechen Sie? Die in der Bedienungsanleitung oder von der Lastanzeige auf dem USV Display.

In den Bedienungsanleitungen werden von den USV-Hestellern, manchmal die Überbrückungszeiten bei verschiedenen Belastungen angegeben. Weniger Belastung = höhere Überbrückungszeit.
Oft werden die unterschiedlichen Überbrückungszeiten bei 50% 70% und 100% Belastung angegeben.

Wenn Sie die Lastanzeige der USV im Display meinen, ist es die momentane Auslastung der USV. Also die vom Rechenzentrum im Moment benötigte Last.

Vielleicht können Sie Ihre Frage noch ein wenig präziser formulieren, falls Sie etwas anderes meinen.

Mit freundlichen Grüßen

06.01.13 19:23
marcoS 
Re: Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Admin,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich will versuchen das ganze etwas detaillierter zu beschreiben:).

Ich möchte mich mit der Messmethode zur Ermittlung des Energieverbrauches bzw. der Verlustleistun der USV´s auseinandersetzten. Der Energieverbrauch wurde aus der Auslastung der USV und der Wirkungsgradkennlinie ermittelt.

Nach Ihrer Antwort bin ich mir relativ sicher, das es sich hier um die tatsächlichen Auslastungen der USV handelt und nicht um die aus Überbrückungszeiten, denn es soll ja die Verlustleistung ermittelt werden und dafür ist es nätig die durchschnittliche Auslastung zu kennen. Außerdem, so denke ich, würden dann nicht so genaue Zahlen wie 42% kommen. Sehe ich das soweit richtig?

Jetzt hat sich mir noch eine zweite Frage aufgetan. Wie ist es denn möglich, aus der tatsächlichen Auslastung und der Wirkungsgradlinie die Verlustleistung ermitteln.

Ich habe mich schon ein bisschen belesen und soweit ich weiß, kann man wenn man die durchschnittliche Auslastung kennt, den Wirkungsgrad mit Hilfe der Wirkungsgradkennlinie ermitteln. Und nun müsste man das ganze nur ins Verhältnis zu 100 % Wirkungsrad setzten. Denn Verbrauch für 100 % Wirkungsgrad gibt der Hersteller im Datenblatt an. Und damit sollte man den durchschnittlichen Energieverbrauch ermitteln können!?

War das so in etwa richig? Vielen Dank!!!

07.01.13 07:45
admin 

Administrator

Re: Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Marco.

Zunächst muß man wissen, das bei manchen Geräten, die USV Auslastungsanzeige mehr oder weniger ein Schätzeisen ist um die Auslastung zu bestimmen. im normalen Gebrauch ist es in Ordnung, jedoch für eine genaue Untersuchung nicht geeignet.

Zur Wirkungsgradtabelle:
Wenn eine Auslastung ermittelt wurde müssen Sie sicher sein, mit welchen Einheiten Sie rechnen. Zur Wirkungsgradberechnung benötigen Sie die Wirkleistung. Sicher ist hier, Sie verwenden ein TRUE RMS Leistungsmesser und ermitteln die tatsächliche Abgabeleistung in KW. (Hier ist unbedingt der Lesitungsfaktor und die Oberschwingungen zu berücksichtigen. Deshalb ein TRUE RMS Meßgerät!)Danach ermitteln Sie die Aufnahmeleistung in KW. Wieder mit einem Echt- Effektivwert Leistungsmessgerät! Nur so können Sie sicher den Wirkungsgrad berechnen.

Vergleichen Sie den Wert mit den Wirkungsgradtabellen.


Wenn Sie die Wirkungsgradtabellen nutzen möchten, müssen Sie wiederum sicher sein, den wirklichen Effektivwert der Ausgangsleistung zu ermitteln. In den Tabellen sehen Sie bei der Auslastung den tatsächlichen Wirkungsgrad. Wie gesagt, Sie müssen sicher sein welche Werte die Tabellen angeben. Wirkleistungsangaben oder Scheinleistungsangaben.

Fazit: Nur durch eigene genaue Messungen werden Sie den richtigen Wert finden.



Mit freundlichen Grüßen


07.01.13 20:03
marcoS 
Re: Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Admin,

ich will das ganze jetzt noch einmal so wie ich es verstanden habe zusammenfassen.



Für die Berechnung der Verlustleistung der USV brauche ich die Wirkleistung (VA - Scheinleistung) und den Wirkungsgrad (%).

Den Wirkungsgrad ermittle ich
- wenn es genau werden soll mit Auf- und Abnahmeleistung mit TRUE RMS Leistungsmesser

- ungenau
- der Auslastung (entweder Anzeige der USV = ungenau oder messgerät = genau) mit der Auslastung kann man dann mit Hilfe der Herstelltabelle (welche ungenau ist) den Wirkungsgrad bestimmen

Die Wirklast ist die Last die z.B. das Rack benötigt und die im Falle von z.B. einem Stomausfall durch die USV angefangen werden soll.


Ich glaube ich habe noch ein paar grundsätzliche Verständnisprobleme.

Die Wirklast ist die Last die tatsächlich die Leistung erbringt, die USV aber übertägt die Scheinleistung (Wirk- und Blindleistung) das die USV Wechselstrom übertragt und aufgrund der Phasenverschiebung immer eine gewisse Blindleistung vorhanden ist. Ist also die Wirklast = Scheinlast?

Weiterhin verstehe ich nicht ganz, den Wirkungsgrad und die Wirkungsgradkennlinie. Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der eingehenden und der ausgehenden Last. Umso höher näher die ausgehende Last an der eingehender liegt umso so größer der Wirkungsgrad, sprich umso weniger Energie geht verloren. Aber welche Verhältnis stellt die Wirkungsgradlinie dar. Doch das Verhältnis wie hoch der Wirkungsgrad zur Auslastung ist oder!?


Sorry für all die Fragen!

08.01.13 16:35
admin 

Administrator

Re: Was bedeutet 30 % Last bei einer USV?

Hallo Marco

In Klammern stehen immer meine Korrekturen!

Ein Verbraucher, sofern er nicht ein Widerstand ist, erzeugt immer eine Scheinleistung durch die von der Last hervorgerufenen Ohmschen und Blindanteilen. Ohmsche Anteile (Wirkleistung) und Blindanteile (Blindleistung) ergeben die Scheinleistung. Um den Wirkungsgrad zu ermitteln, benötigen Sie die Abgabe- Wirkleistung und die aufgenommene Wirkleistung. Um die Komponenten genau messen zu können, benötigen Sie ein Meßgerät das in der Lage ist, die jeweiligen Wirkleistungsbeträge genau anzuzeigen. Daher hatte ich geschrieben, dass Sie es mit einem Echt-Effektivwert-Leistungsmeßgerät messen sollen. (Es berücksichtigt mögliche Stromspitzen, Oberschwingungen usw.)


Zur Ihrer zweiten Frage: >Weiterhin verstehe ich nicht ganz, den Wirkungsgrad und die Wirkungsgradkennlinie<

Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der ausgehenden zu der eingehenden Wirklast. Umso näher die Werte der abgegebenen Wirklast an der aufgenommener Wirklast liegt, umso größer der Wirkungsgrad, sprich umso weniger Verlustleistung wurde erzeugt.

Zur Ihrer dritten Frage:
>Aber welche Verhältnis stellt die Wirkungsgradlinie dar. Doch das Verhältnis wie hoch der Wirkungsgrad zur Auslastung ist oder!?<


Die Wirkungsgradkennlinie gibt genau das wieder, was ich vorher geschrieben habe.
Die Kennlinie gibt einen Faktor wieder, die das Verhältnis Ausgangswirkleistung/Eingangswirkleistung kennzeichnet. In der Regel fällt mit abnehmender Last der Wirkungsgrad. Das ist oft bei kleinen USV Anlagen der Fall, da dort z.B. Lüfter oder Schaltkreise eingebaut sind, die einen ständigen Eigenverbrauch haben.
Bei gr0ßer Ausgangslast fällt dieser Eigenverbrauch nicht mehr so sehr auf, sehr wohl aber bei kleiner Auslastung.


Ich hoffe, dass Sie mir folgen konnten.

Falls noch spezielle Fragen auftauchen, rufen Sie mich gerne an unter unten stehender Telefonnummer.
Bezeihen Sie sich auf den Admin dieser Seite.


Mit freundlcihen Grüßen





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